Mission (lateinisch missio „Sendung, Auftrag“)
Der Begriff „Mission“ hat zunächst einmal mit dem christlichen Glauben wenig zu tun. In unserem Sprachgebrauch wird dieser Begriff in drei verschiedenen Bedeutungen gebraucht:
- Auftrag, allgemein eine Aufforderung zu einer bestimmten Handlung
- Verbreitung einer religiösen Lehre unter Andersgläubigen, siehe Missionierende Religion
- Mission (Christentum), Verbreitung des christlichen Glaubens
In diesem Text geht es ausschließlich um die dritte Bedeutung des Begriffes „Mission“. Die Geschichte lehrt uns allerdings, dass bei der Mission in der Vergangenheit auch einiges schiefgelaufen ist (z.B. Zwangsmission etc.). Uns als Christus-Gemeinde Gummersbach ist es deshalb wichtig, dass die Glaubensentscheidung in großer Freude und Freiheit getroffen wird. Unter Mission verstehen wir die Botschaft, dass Jesus Christus der einziggeborene Sohn Gottes ist, Erlöser und Herr jedes einzelnen Menschen werden möchte. Diese frohe und kostenlose Botschaft bringen wir interessierten Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Ethnie sowohl in Gummersbach, als auch im Ausland.
Wir halten Kontakt und unterstützen regelmäßig eine Suppenküche im benachbarten Ortsteil, sowie Missionarinnen, Missionare und Projekte in Afrika (Tschad, Äthiopien & Kamerun), in Ländern des ehemaligen Ostblocks (Rumänien, Moldawien & Bosnien und Herzegowina) und Südamerika (Brasilien).
Gummersbach Steinenbrück
Die Suppenküche in Steinenbrück versorgt bedürftige Menschen dreimal die Woche mit einer warmen Mahlzeit, Gemeinschaft und einer Begegnung mit Gott durch Gebet und Andachten. Betrieben wird die Suppenküche durch den gemeinnützigen Verein „Lebenswert Oberberg e.V.“. Wir unterstützen und begleiten die Suppenküche seit ihrer Gründung im Jahr 2015 – vor allem durch ehrenamtliche Mitarbeit.



Bosnien und Herzegowina
Der junge Staat Bosnien und Herzegowina besteht seit dem Jugoslawienkrieg in den 1990-iger Jahren. Gut 50 % der Bevölkerung gehört dem Islam an. Aber auch die serbisch-orthodoxe (ca. 30 %) und die römisch-katholische Kirche (ca. 15 %) sind im Land vertreten.
In Sarajevo, der Hauptstadt mit ca. 350.000 Einwohnern, unterstützen wir eine Gemeindegründungsarbeit.
Moldawien
Von 1918 bis 1940 war der größte Teil Moldawiens ein Teil Rumäniens. Ab 1940 gehörte es zur UDSSR. Seit 1991 ist es eine eigenständige Republik mit der Besonderheit, dass der Status des östlichen Landesteils „Transnistrien“ nicht geklärt ist. Mehr dazu hier. Moldawien gehört zu den ärmsten Ländern Europas. Der monatliche Mindestlohn im Jahr 2026 beträgt umgerechnet 320€. Viele Preise haben dagegen das Niveau wie in Deutschland.
Wir besuchen regelmäßig bedürftige Familien in Moldawien, um sie mit Lebensmitteln und Kleidung zu versorgen.
Im Jahr 2025 hörten wir von einer 10-köpfigen Familie, die aus dem von ihnen bewohnten Haus ausziehen mussten, weil der Eigentümer, der in den USA viele Jahre gelebt und gearbeitet hatte, zurück nach Moldawien musste. Wir durften daraufhin der (inzwischen 11-köpfigen) Familie helfen, ein neues Zuhause zu finden.



Äthiopien
Bereits seit 2007 betreibt der „Förderverein 1 €uro International e.V.“ in Äthiopien eine Schule. Dieses erstaunliche und beachtliche Projekt unterstützen wir durch regelmäßige Spenden.
Rumänien
Die Verbindung unserer Gemeinde nach Rumänien besteht hauptsächlich über die „Bibel- und Missionshilfe Ost e.V.“. Bereits seit 1980 gab es regelmäßige Besuche und Unterstützung nach Rumänien. Nach dem der „eiserne Vorhang“ zwischen Ost und West im Jahr 1990 durchlässig wurde und die rumänische Revolution zu einem Regierungswechsel geführt hat, wurden Bibeln und Hilfsgüter in vielen Bereichen Rumäniens verteilt. Außerdem wurde in Bârlad ein Kinderheim gebaut, in dem inzwischen weit über 100 Kinder ein Zuhause gefunden haben.



Brasilien
In Vianopolis haben wir Verbindung zu der Missionsschule “Shekinah“. Dort wohnen und arbeiten Missionare, damit junge Menschen für die interkulturelle missionarische Arbeit in diesem riesigen Land ausgebildet werden. Außerdem helfen sie den Missionaren im Land beim Sprach- und Kulturstudium durch regelmäßige Beratung.

Tschad
Im Tschad unterstützen wir ein Sprachforschungsprojekt von Wycliff. Im Rahmen dieses Projekts wird die Gula Iro-Sprache erforscht und eine Schriftform erstellt. Dies ist Voraussetzung dafür, dass die ca. 11.000 Sprecher Bücher in ihrer eigenen Sprache erstellen und lesen können.
Kamerun
Vor einiger Zeit hat sich eine neue Arbeit bei der Versorgung von Witwen und Waisen in Kamerun aufgetan, die wir als Gemeinde begleiten und unterstützen. Einmal monatlich veranstalten wir einen Spendentisch und diese Einnahmen sind dann für dieses Projekt. Bei den Waisen liegt ein Schwerpunkt darauf das Schulgeld zu zahlen, damit sie überhaupt eine Chance auf Bildung haben. Wenn notwendig, wird auch für Kleidung gesorgt. Im Jahr 2025 gab es außerdem noch ein Projekt, dass jedes Kind ein eigenes Bett bekommt. Bis dahin hatten sie auf einfachem Schaumstoff direkt auf dem Boden geschlafen.


